Rüstungsindustrie

Bei Rheinmetall sprudelt der Gewinn im Waffengeschäft

Höhere Einnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern lässt den Gewinnn des deutschen Herstellers Rheinmetall um 55 Prozent steigen. Derzeit rüsten viele Länder im militärischen wie im zivilen Bereich auf - etwa China.

Rüstungsindustrie Rheinmetall Waffen Ergebnisse

Rüstungsgeschäfte treiben den Gewinn bei Rheinmetall und stimmen damit Konzernchef Armin Papperger zuversichtlicher. Er hob sein Umsatzziel um 100 Mio. Euro an und rechnet 2016 nun mit einem Anstieg auf 5,6 (Vorjahr: 5,2) Mrd. Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll unverändert sechs Prozent erreichen, teilte Rheinmetall mit.

Der Konzern profitiere davon, dass viele Länder im militärischen wie im zivilen Bereich aufrüsteten. So wuchs der Auftragseingang in dem Bereich um rund ein Drittel auf 2,3 Mrd. Euro, der Auftragsbestand auf 6,891 (6,547) Mrd. Euro.

Einträgliches Geschäft mit Munition

In den ersten neun Monaten steigerte Rheinmetall die Erlöse um 9 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Das Ergebnis (Ebit) schnellte um 30 Prozent auf 182 Mio. Euro, der Nettogewinn sogar um 55 Prozent auf 99 Mio. Euro. Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung hatte die Rüstungssparte, die erstmals seit 2012 nach neun Monaten wieder schwarze Zahlen schrieb.

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Besonders einträglich seien die Geschäfte mit Waffen und Munition gewesen. So verbuchte der Bereich Defence bei einem Umsatzplus von 18 Prozent auf 1,912 Mrd. Euro ein Ebit von 32 Mio. Euro nach einem Verlust von 11 Mio. Euro vor Jahresfrist.

Auch Gewinn in der Autosparte legt zu

In der Autosparte legten die Erlöse um vier Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro zu; das Ebit erreichte 163 (164) Mio. Euro. (APA/Reuters/red)