Erdgas

Bei Nord Stream 2 ist ein Drittel der Rohre verlegt

Beim Bau der umstrittenen russischen gasröhre Nord Stream 2 unter Beteiligung der OMV ist ein Drittel der Leitungen verlegt. Bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Für die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, an deren Finanzierung auch die österreichische OMV beteiligt ist, ist rund ein Drittel der Leitungen verlegt. Etwa 800 Kilometer Rohre liegen laut Unternehmenssprecher Steffen Ebert auf dem Meeresgrund.

In den deutschen Gewässern seien die Arbeiten an dem Doppelstrang fast abgeschlossen. Es fehlten noch 16 Kilometer Pipeline zur dänischen Grenze nahe Bornholm. Für die Route um die Insel habe Dänemark noch keine Genehmigung erteilt, der Antrag liege seit mehr als einem Jahr beim dänischen Außenministerium.

Für den Fall, dass er bis zum Sommer nicht genehmigt werde, sei eine etwas längere Alternativroute geplant, sagte Ebert. Der Zeitplan komme dadurch nicht in Gefahr. Die Arbeiten konzentrieren sich nach seinen Worten nun auf die Baustelle an Land bei Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

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Ein umstrittenes Großprojekt

Die Pipeline, die bis Jahresende fertig werden soll, umfasst zwei je 1.230 Kilometer lange Leitungen. Die Stahlrohre seien bis auf zehn Prozent schon mit Beton ummantelt, sagte Ebert. Die Ummantelungswerke stehen im finnischen Kotka und in Mukran auf Rügen. Dort endet die Arbeit für Nord Stream 2 voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte.

Bei Lubmin sind die beiden Leitungen aus der Ostsee in je einem Tunnel unter dem Strand verlegt. Die Aufbereitung und Einspeisung des russischen Erdgases ins europäische Netz übernimmt die Firma Gascade. Jährlich sollen bis zu 55 Mrd. Kubikmeter Erdgas die Pipeline passieren - noch einmal so viel wie in der Pipeline Nord Stream 1.

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Befürworter argumentieren, die Leitung sei notwendig, da die Eigenproduktion an Erdgas in Europa bis 2035 deutlich sinken, der Bedarf aber annähernd gleich bleiben werde. Kritiker betonten dagegen, dass Nord Stream 2 den EU-Binnenmarkt bedrohe. Etliche EU-Länder und auch die USA lehnen das Projekt ab. (dpa/apa/red)

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