Seilbahnhersteller

Bei Doppelmayr müssen in Wolfurt 95 Mitarbeiter gehen

Der Vorarlberger Seilbahnbauer Doppelmayr baut im Zuge der Coronakrise weltweit 190 Stellen ab. Am Standort in Wolfurt sind 95 Mitarbeiter betroffen. Das Land Vorarlberg will sie mit einem Sozialplan sowie mit weiteren Maßnahmen unterstützen.

Seilbahnbau Doppelmayr Stellenabbau Standort Vorarlberg Markus Wallner

Der Vorarlberger Seilbahnbauer Doppelmayr baut im Zuge der Coronakrise weltweit 190 Stellen ab. Am Standort in Wolfurt sind 95 Mitarbeiter betroffen. "Nach mehreren Monaten Kurzarbeit müssen wir jetzt unseren Personalstand an die veränderte Auftragslage anpassen," sagte Thomas Pichler, geschäftsführender Direktor der Doppelmayr Holding. Weltweit beschäftigt Doppelmayr rund 3.400 Mitarbeiter, davon 1.665 in Österreich.

Die betroffenen Mitarbeiter seien bereits informiert. Man sei in Gesprächen, um "sozial verträgliche einvernehmliche Lösungen" zu finden. Im Sommer seien bereits 120 Leasing-Mitarbeiter, die für Spitzenproduktionszeiten eingestellt worden waren, nicht mehr beschäftigt, hieß es.

Der Personalabbau sei eine Konsequenz aus dem erwarteten Umsatzrückgang für die Seilbahnbranche. Bei Doppelmayr rechnet man für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Umsatzrückgang von einem Drittel. "Trotz einiger attraktiver Einzelprojekte reduzierte sich die Auftragslage in den letzten Monaten deutlich, und ein unsicherer Winter mit wenig oder verschobenen Investitionen in Seilbahnen kommt auf uns zu", so Pichler.

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Im Geschäftsjahr 2019/20 sei ein Umsatz von 872 Mio. Euro erzielt worden, nach einem Rekordumsatz von 935 Mio. Euro im Geschäftsjahr davor.

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Land Vorarlberg sichert Unterstützung zu

Nach der Ankündigung von Doppelmayr, am Standort Wolfurt 95 Mitarbeiter abzubauen, hat das Land Vorarlberg Unterstützung zugesichert. Einerseits soll es einen Sozialplan geben, andererseits können Betroffene sich an die "Arbeitsstiftung 2.000 Vorarlberg" wenden. "Gemeinsam mit dem AMS werden wir einen Sozialplan anbieten. Wir stehen bereits in Kontakt mit dem Unternehmen", sagten LH Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler (beide ÖVP).

Die Stiftung - die von Land, AMS und Gemeinden finanziert wird - nehme "jene Menschen professionell an die Hand, die von Kündigungsmaßnahmen betroffen sind". Sie sollen "so rasch wie möglich" innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens wieder in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden. (apa/red)