Autoindustrie

Bei BMW in Steyr soll bald ein neues Montageband in Betrieb gehen

Die BMW Gruppe in Österreich meldet für 2018 ein spürbares Umsatzminus - trotz Rekorden im Premiumsegment. Christoph Schröder, Chef von BMW Motoren, betont die weiterhin sehr wohl bestehenden Potenziale des Diesel und kündigt ein neues neues Montageband für das Werk in Steyr an.

Die BMW Group in Österreich konnte sich im Vorjahr dem allgemeinen Rückgang bei den Kfz-Neuzulassungen und der Skepsis beim Diesel nicht ganz entziehen. Mit einem Jahresumsatz von 6,6 Mrd. Euro wurde zwar ein Minus von sechs Prozent im Jahresvergleich eingefahren, dafür wurde ein Rekord beim Marktanteil im Premiumsegment erzielt. Das teilte BMW Austria kürzlich mit. Das wichtigste Fahrzeug war hier der SUV X1, so BMW.

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Zuwächse beim Benziner, deutliche Rückgänge beim Diesel

2018 wurden hierzulande von BMW 1,2 Millionen Motoren produziert, ein Rückgang zu 2017 von acht Prozent. Beim Diesel betrug das Minus 20 Prozent, beim Benzinmotor gab es einen Zuwachs von acht Prozent.

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BMW wichtiger Industriebetrieb hierzulande

Trotz des Dieselproblems bleiben die Bayern ein zentraler Arbeitgeber in Österreich. Der Autobauer sichert nach Eigenangaben mehr als 10.000 Arbeitsplätze und hat im Vorjahr 312 Mio. Euro in den Standort Österreich investiert. Mit einem Exportvolumen von rund fünf Milliarden Euro unterstütze man die österreichische Handelsbilanz. Seit Herbst 2018 wird neben dem BMW 5er auch der neue BMW Z4 in Österreich gefertigt.

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Der BMW Z4 rollt bei Magna Steyr in Graz vom Band.

"Modelloffensive" bei Motorrädern geplant

Mit rund 500 Einheiten war die Reiseenduro BMW R 1200 GS im Jahr 2018 das beliebteste Motorrad der bayerischen Marke. Besonders beliebt sind die Fahrzeuge derzeit in China und in Indien. Für heuer plant BMW eine Modelloffensive. Aus dieser Sparte: BMW: Achter Absatzrekord in der Motorradsparte >>

Dafür lief es für die Sparten Financial Services (plus 18 Prozent Umsatzwachstum) und dem Fuhrparkmanagement (plus 20 Prozent) hervorragend. Beim Leasing wurde ein wahrer Boom verzeichnet, so Christian Morawa, Chef von BMW Austria.

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Christoph Schröder und Christian Morawa von BMW Austria.

Eine Schicht in Steyr gestrichen - neues Montageband geht bald in Betrieb

Zu der Reduktion von drei auf zwei Schichten auf einem Montageband im Motorenwerk in Steyr meinte Christoph Schröder, Geschäftsführer von BMW Motoren, dass Anpassungen der Schichten laufend vorkämen.

Außerdem werde demnächst ein Montageband in Betrieb genommen, in dieses wurden 74 Mio. Euro investiert. Aktuell dazu: BMW Motorenwerk Steyr reduziert von drei auf zwei Schichten >>

12-Stunden-Tag "spielt keine Rolle"

Zum 12-Stunden-Tag meinte Schröder, dass dieser in der Produktion keine Rolle spiele. "Das ist zu lange", so der Motorenchef. Aber wenn einzelne Mitarbeiter gerne ihre Arbeitszeit blocken würden, dann stehe man dem offen gegenüber.

Christoph Schröder: "Im Diesel liegt noch viel Potenzial"

Ein Plädoyer für den Diesel hielt Christoph Schröder, Geschäftsführer von BMW Motoren: "Im Diesel liegt noch viel Potenzial." Die Diskussionen um den Diesel seien auf Westeuropa konzentriert und würden nicht immer auf Fakten basieren.

Allein in Österreich gingen 17,2 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung auf den Dieselantrieb zurück. Die Wertschöpfung bewege sich somit hierzulande in der Größenordnung des Tourismussektors.

Chef von BMW Austria: "Auch für 2019 bestens aufgestellt"

Zum Ausblick für 2019 meinte Morawa bei der kürzlich stattgefundenen Jahrespressekonferenz: "Es erfüllen bereits heute rund 190 BMW Group Modelle die Abgasnorm Euro 6d-TEMP, die erst ab 1. September 2019 für alle Neuzulassungen verpflichtend wird. Ich bin überzeugt, dass wir damit auch für 2019 bestens aufgestellt sind."

Ein paar Wünsche an die Politik hätte er auch, allen voran eine Abschaffung der Normverbrauchsabgabe NoVA, wie das von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) angedacht wurde. Dies würde zu einer deutlichen Erneuerung des Fuhrparks führen - und somit auch zu einem geringeren Schadstoffausstoß. Denn durch die Verunsicherung der Konsumenten und der daraus resultierenden Kaufzurückhaltung steige das Durchschnittsalter der Autos auf den Straßen seit zwei Jahren an. (apa/red)

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