Nutzfahrzeugindustrie

Bayerischer Nutzfahrzeug-Zulieferer STS will an die Börse

Der Nutzfahrzeug-Zulieferer STS soll bald an der Frankfurter Börse notieren, wobei der Eigentümer Mutares eine Mehrheit behalten will. Das Unternehmen mit 2.500 Mitarbeitern produziert unter anderem Kunststoff-Komponenten für Dächer von Lkw.

Nutzfahrzeugindustrie Deutschland Börsengang STS Group

Der bayerische Nutzfahrzeug- Zulieferer STS Group soll bald auf den Kurszettel der Frankfurter Börse erscheinen. Bei seinem Börsengang will STS selbst 50 Mio. Euro zur Finanzierung seines Wachstums einsammeln, wie die Tochter der Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares mitteilte.

Zudem will Mutares Kasse machen und weitere Aktien auf den Markt werfen, aber auch nach dem Börsendebüt die Mehrheit an der Firma behalten. STS nannte als Termin für seinen Börsengang im streng regulierten Prime Standard lediglich das laufende Jahr, doch in der Regel vergehen von der Ankündigung bis zur Erstnotiz rund vier Wochen.

Auf Kunststoff-Komponenten spezialisiert

STS stellt mit weltweit rund 2.500 Mitarbeitern unter anderem Kunststoff-Komponenten für Lkw-Dächer oder die Innenverkleidung her. Bisher verfügt STS über 16 Produktionsstätten in Europa, China, Nord- und Südamerika.

2017 erzielte die Firma nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 425 Mio. Euro und einen Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) von 24 Mio. Euro. STS ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe stark gewachsen und zählt nach eigenen Angaben die führenden Lkw- und Autohersteller zu seinen Kunden.

Das Geld aus dem Börsengang will das Unternehmen aus Hallbergmoos bei München insbesondere für die weitere Expansion in China und Nordamerika, die Ausdehnung der Produktion nach Osteuropa sowie die weitere Automatisierung nutzen. Begleitet wird der Börsengang von Hauck & Aufhäuser und der Mainfirst Bank. (reuters/apa/red)