Chemische Industrie

Bayer will bis 2030 ein klimaneutraler Konzern werden

Der Chemieriese ringt nach der umstrittenen Übernahme des Pflanzengiftherstellers Monsanto um ein besseres Image. Jetzt kündigt Bayer an, in zehn Jahren Abgase von rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen zu wollen.

Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis zum Jahr 2030 CO2-neutral werden. Um die Emissionen von derzeit rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr einzusparen, will Bayer vor allem in Energieeffizienz und grünen Strom investieren, wie Vorstandschef Werner Baumann in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" ankündigte. Verbleibende Emissionen würden kompensiert.

Die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele will Bayer künftig auch in der langfristigen Managementvergütung verankern. Baumann appellierte zugleich an andere große Konzerne, nicht auf nationale Klimapolitik zu warten, sondern zu handeln, um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Investoren sollen im Laufe des Tages über die Nachhaltigkeitsziele Bayers informiert werden. (reuters/apa/red)