Baumax-Insolvenz

Baumax-Lieferanten und -Mitarbeiter bleiben nicht auf Forderungen sitzen

Während die Bankengläubiger der Baumarktkette Baumax auf Forderungen in Höhe von rund 400 Millionen Euro verzichten, bleiben Lieferanten, Beschäftigte, das Finanzamt und die Sozialversicherung nicht auf offenen Rechnungen und Ansprüchen sitzen.

Baustoffindustrie bauMax Insolvenzen

Für die niederösterreichische Stadt Klosterneuburg - Standort der Baumax-Zentrale - wird die Zerschlagung der Baumarktkette hingegen zu einem schmerzhaften Verlust von Steuereinnahmen führen. Wenn die Firmenzentrale geschlossen wird, entgehen Klosterneuburg jährlich Kommunalsteuern von etwa 500.000 Euro, so der Stadtamtsdirektor Michael Duscher gegenüber den "NÖN".

Die deutsche Heimwerkerkette Obi übernimmt in Österreich gemeinsam mit dem Fachmarkt-Betreiber Supernova 49 von 65 Baumax-Filialen. In Österreich prüfen derzeit die Wettbewerbshüter den Obi-Deal. Die Frist für die wettbewerbsrechtliche Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) endet am 29. September. In Tschechien, der Slowakei und in Slowenien gehen rund die Hälfte der 40 verbliebenen Auslandsstandorte an Obi. In Tschechien, wo Obi nur fünf von 24 Märkten übernimmt, sollen die restlichen Filialen an die polnische Heimwerker-Gruppe Nomi gehen. (apa)