Bahnindustrie

Batterien für Züge: Stadler Rail vergibt Großauftrag an ABB

Der Schweizer Industriekonzern ABB liefert dem Zughersteller Stadler Batterien und Antriebe für mehr als 160 Züge und Lokomotiven, die für den Einsatz in Europa und Nordamerika bestimmt sind.

Im Bild ein Rendering der Baureihe Stadler "Citylink".

ABB hat vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Aufträge im Wert von über 180 Millionen US-Dollar zur Lieferung von Ausrüstung für mehr als 160 Züge und Lokomotiven in Europa und Nordamerika erhalten. Die bestellten Batterien und Antriebssysteme sollen zur Dekarbonisierung und der Umstellung auf mehr Elektromobilität beitragen.

ABB baut die Energiespeicher auf Basis von Lithium-Ionen-Batteriezellen für die Züge in der Stadt Baden in der Schweiz. Diese Produktionsstätte habe das Unternehmen neu eröffnet und biete nun von dort aus "den gesamten Antriebsstrang aus einer Hand", so Morten Wierod, Leiter des Geschäftsbereichs Antriebstechnik von ABB. Mit dem Antriebssystem können Schienenfahrzeuge auf nicht-elektrifizierten Streckenabschnitten ohne Dieselmotoren fahren. Damit werde die Menge der Abgase sowie Kosten gesenkt, so die Schweizer.

Ein ganz bescheidener Verweis auch auf Österreich

Laut dem aktuellsten verfügbaren Jahresbericht 2018 der Regulierungsbehörde Schienen Control liegt Österreich mit 77 Prozent an elektrifizierten Bahnstrecken im oberen europäischen Mittelfeld. Schon die türkis-blaue Regierung unter Verkehrsminister Norbert Hofer hatte sich vorgenommen, bis 2030 alle Bahnstrecken zu elektrifizieren. ABB könne dabei "unterstützen", wie die Schweizer ganz selbstlos anmerken. (red)

Stadler, FLIRT, Bahn, Bahnindustrie, Zug © Stadler

Im Bild ein Rendering der Baureihe Stadler "Flirt".

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