Industrieproduktion

Bank Austria: Österreichs Industrie nähert sich einem Sechsjahres-Hoch

Die heimische Industrie hat ihre Produktion im Mai nochmals stärker ausgeweitet als in den Vormonaten, so eine Analyse der Bank Austria. Wegen des satten Zuwachses bei neuen Aufträgen wachsen auch die Auftragsrückstände. Die Zahl der Mitarbeiter soll heuer um über zwei Prozent steigen.

Die heimische Industrie hat im zweiten Quartal das hohe Wachstumstempo beibehalten und bewegt sich damit weiter nahe an dem zu Jahresbeginn erreichten 6-Jahres-Hoch. Im Mai haben die Industriebetriebe ihre Produktion - nach starken Auftragszuwächsen - kräftiger ausgeweitet als in den Vormonaten, erklärte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer zum neuen Einkaufsmanagerindex.

Mehr zur heimischen Industriekonjunktur:
Wifo: Österreichs Industriekonjunktur auf einem sehr guten Weg >>

Infolgedessen habe sich der Beschäftigungsaufbau beschleunigt, und die Verlängerung der Lieferzeiten habe sich verlangsamt. Zugleich habe das Tempo des Kostenanstiegs sowie der Anhebung der Verkaufspreise nachgelassen, erklärte Bruckbauer zu den Detailergebnissen der monatlichen Umfrage unter Österreichs Einkaufsmanagern. Für das Gesamtjahr 2017 gehen die Experten des Instituts weiterhin von einem Industriewachstum von 3 Prozent aus.

White Paper zum Thema

Produktion ausgeweitet - trotzdem wachsen auch Auftragsrückstände

Die starke Ausweitung der Produktionsleistung habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Gesamtindex im Mai das hohe Niveau des Vormonats beinahe halten konnte - er verringerte sich nur von 58,1 auf 58,0 Punkte. Trotz der beschleunigten Ausweitung der Produktion wuchsen die Auftragsrückstände im Mai, denn die Industrie habe erneut ein sattes Auftragsplus verbucht, so Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Die Aufträge aus dem Inland seien stärker gestiegen als in den Vormonaten, der Zuwachs des Exportneugeschäfts habe sich etwas abgeschwächt.

Zahl der Mitarbeiter steigt

Die bessere Auftragslage, die Zunahme der Auftragspolster und die höhere Produktionsauslastung führten dem Institut zufolge im Mai zu einer Beschleunigung des Stellenaufbaus in der heimischen Industrie. "Seit über einem Jahr werden in der österreichischen Industrie wieder neue Jobs geschaffen. Seitdem ist die Zahl der Beschäftigten um über 16.000 gestiegen", so Pudschedl. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet er mit einem Plus von rund 2 1/2 Prozent auf durchschnittlich fast 600.000 Beschäftigte in dem Sektor - nach einer Stagnation im Vorjahr. (apa/red)

Aktuell:
Wiener Firma gewinnt internationalen Wettbewerb für Roboter auf Bohrinseln >>
Österreichs Windkraftbranche knackt die Umsatzmilliarde >>

Deutsche Wirtschaft behält robustes Wachstum bei >>
Eurozone erlebt das stärkste Wachstum seit sechs Jahren >>

Verwandte tecfindr-Einträge