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Bank Austria: Mit der Industrie geht es weiter bergauf

Heimische Industriebetriebe weiten ihre Produktion wegen der guten Auftragslage weiter aus: Der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria steigt auf den höchsten Wert seit drei Jahren. Für Schwierigkeiten sorgen jedoch immer teurer werdende Rohstoffe - besonders Chemikalien, Metalle, Stahl und Kunststoffe.

Die Erholung der österreichischen Industrie festigt sich. Die Betriebe sind sowohl für die nahe als auch die fernere Zukunft sehr optimistisch. Im Februar stieg der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria auf 58,3 Punkte, den höchsten Wert seit drei Jahren. Der Jobaufbau beschleunigte sich deutlich.

Mehr Arbeitsplätze entstehen

"Nach dem Stellenabbau seit Beginn der Pandemie haben die heimischen Industriebetriebe im Jänner erstmals wieder zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im Februar beschleunigte sich das Tempo des Jobaufbaus", erklärte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Stark gestiegene Einkaufskosten

Dank der guten Auftragslage konnten die Industrieunternehmen ihre Produktion im Februar kräftig ausweiten. Stark war aber auch der Kostenanstieg, besonders Chemikalien, Metalle, Stahl und von Kunststoffe verteuerten sich. Wegen des harten Wettbewerbs konnten die Firmen die höheren Einkaufspreise nicht gänzlich an ihre Kunden weitergeben, sodass sich ihre Ertragslage erneut verschlechterte. "Das Indexverhältnis aus Einkaufs- und Verkaufspreisen weist sogar auf die ungünstigste monatliche Ertragsentwicklung seit mehr als zehn Jahren hin", so Pudschedl. (apa/red)

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