Bahnindustrie

Bahnfusion: So wollen Siemens und Alstom die EU überzeugen

Vor der Fusion ihrer Bahnsparten haben die Konzerne Siemens und Alstom ein ganzes Paket an geplanten Maßnahmen bei der EU-Kommission eingereicht. Brüssel hat Zweifel, ob der Zusammenschluss nicht negative Effekte auf den Wettbewerb in Europa hätte.

Mit einem Maßnahmenpaket an die EU-Kommission wollen Siemens und Alstom Bedenken der Behörde gegen ihre Fusion ausräumen. Die Zusagen würden in Brüssel eingereicht, erklärten die beiden Unternehmen in der Früh. Sie sollen den "industriellen und wirtschaftlichen Wert" der Transaktion wahren.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen entsprechen nach Angaben von Siemens und Alstom rund vier Prozent des künftigen fusionierten Unternehmens. Sie umfassen demnach vor allem Aktivitäten in den Bereichen Signaltechnik und Schienenfahrzeuge, hieß es ohne Angaben von Details weiter.

Siemens und Alstom hatten vor über einem Jahr vereinbart, ihre Eisenbahntechnik zu einem Unternehmen zusammenzulegen. Der Gemeinschaftskonzern käme auf 15,6 Mrd. Euro Umsatz. Das Vorhaben meldeten sie im Juni bei der EU-Wettbewerbskommission an - Brüssel jedoch äußerte Zweifel an der Begründung der Firmen für die Fusion.

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Abwehr gegen neue Bahnriesen aus China

Siemens und Alstom begründen ihre Fusionspläne vor allem mit der wachsenden Konkurrenz durch die beiden chinesischen Staatsunternehmen CRRC und CRSC. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte dazu Ende Oktober gesagt, die wachsende Konkurrenz chinesischer Anbieter sei zwar ein valides Argument, der europäische Markt funktioniere aber anders.

"Die Parteien sind der Auffassung, dass das vorgeschlagene Zusagenpaket angemessen ist", erklärten nun Siemens und Alston in ihrer Mitteilung. Es gebe aber keine Gewähr dafür, dass es ausreiche, um die Bedenken der Wettbewerbsbehörde auszuräumen. Die beiden Firmen rechnen mit einer Entscheidung der Kommission bis Mitte Februar. (afp/apa/red)

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