Rüstung

BAE Systems leidet unter US-Abzug aus Afghanistan

Der Umsatz der Briten sank 2014 um 8,5 Prozent auf 16,64 Milliarden Pfund.

Rüstungsindustrie BAE Systems

Der größte europäische Rüstungskonzern BAE Systems hat vergangenes Jahr die schwache Rüstungsnachfrage zu spüren bekommen. Der Umsatz sackte um 8,5 Prozent auf 16,64 Milliarden britische Pfund (22,57 Milliarden Euro) ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte.

Grund sei unter anderem ein geringerer Absatz von Land- und Panzerfahrzeugen, der mit dem Abzug von US-Truppen aus Afghanistan zurückging.

Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen litt auch der Gewinn: Mit 1,7 Milliarden Pfund erzielte das Unternehmen knapp 12 Prozent weniger als im Jahr davor. Weil BAE im Vorjahr viel für immaterielle Vermögenswerte wie Patente und Lizenzen abgeschrieben hatte, fiel der Nettogewinn 2014 aber mit 752 Millionen Pfund gut viermal so hoch aus wie im Vorjahr. Die Dividende soll um zwei Prozent auf 20,5 Pence je Aktie steigen.

In diesem Jahr soll der operative Gewinn je Aktie wieder etwas zulegen. Das sei aber abhängig von erwarteten Aufträgen für Marineausrüstung und Flugzeuge, hieß es. Ende 2014 lag der Auftragsbestand mit 40,5 Milliarden Pfund gut 5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Vorstandschef Ian King rechnet auch weiter mit knappen Verteidigungsbudgets in vielen Märkten. In Großbritannien zehrt das Unternehmen von langfristigen Aufträgen, in den USA sieht King im kommenden Jahr wieder Aussicht auf geringfügig höhere Etats. (APA/dpa)