Bahnindustrie

Badner Bahn: Ausschreibung für neue Garnituren schon im Februar

Laut einem Gerichtsurteil darf der Betreiber der Badner Bahn ein 2016 gestartetes Vergabeverfahren widerrufen und neu ausschreiben - weil es zum Schluss nur mehr eine einzige Bietergemeinschaft gegeben hatte, bei der weder Siemens noch Bombardier dabei waren.

Bei der Beschaffung der neuen Tram-Bahnen für die "Badner Bahn" heißt es zurück an den Start. Das Verwaltungsgericht Wien hat entschieden, dass der Betreiber der Badner Bahn, die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen (WLB), das 2016 angestoßene Vergabeverfahren widerrufen und neu ausschreiben darf, berichten vergangene Woche die "Niederösterreichischen Nachrichten" und "Der Standard".

Eine einzige Bietergemeinschaft übrig geblieben

Begründet wurde die Zulässigkeit des Widerrufs vom Gericht mit dem Mangel an Bietern. Nach mehr als eineinhalb Jahren Verhandlungsverfahren sei nur ein Anbieter, die Bietergemeinschaft aus Stadler Rail und dem Elektronikausrüster Kiepe Electric, übrig geblieben. Siemens hat sich ebenso zurückgezogen wie Bombardier.

Ausschreibung startet Ende Februar

"Entgegen anderslautender Medienberichte startet die neue Ausschreibung bereits voraussichtlich Ende Februar 2018 und nicht erst Ende des Jahres", sagt Beate Schilcher, Unternehmenssprecherin der Wiener Lokalbahnen. Es komme zu keinen Verzögerungen oder Verschlechterungen für die Fahrgäste.

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Der Ankauf neuer Triebfahrzeuge wird laut "Standard" mit einem Volumen von 50 bis 60 Mio. Euro taxiert. Die Wiener Lokalbahnen brauchen eine sehr spezielle Tram-Bahn, die ab Wien-Oper auf Straßenbahnschienen und ab Stadtgrenze bis Baden auf Regionalzug-Gleiskörper fahren kann. (APA/red)

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