Autozulieferer Polytec baut Investitionen kräftig aus

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec investiert in den kommenden Jahren rund 140 Mio. Euro in den Ausbau seiner Werke, aber auch in ein neues Lackierwerk in Birmingham.

Der oö. Autozulieferer Polytec investiert bis 2020 rund 140 Mio. Euro in den Neu- und Ausbau von Werken. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" unter Berufung auf die Firmenchefs Friedrich und Markus Huemer. Händeringend gesucht werden qualifizierte Mitarbeiter - 100 würden bei Polytec gebraucht.

25 Mio. Euro fließen in ein neues Lackierwerk in Telford bei Birmingham in Großbritannien, das Jaguar und Land Rover beliefern soll. Auch in Ost- und Süddeutschland investiert Polytec unter anderem in den Ausbau von Werken, um näher am Kunden zu sein. Am zentralen Standort in Hörsching bei Linz wird ebenfalls um 3,5 Mio. Euro modernisiert.

2,5 Mio. Euro investierte Polytec zudem in eine Anlage des Gurtener Maschinenbauers Fill. Damit könne man dann 700.000 Motorabdeckungen im Jahr vollautomatisch produzieren, hieß es.

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20 Mio. Euro für Digitalisierung

"Früher sind wir in erster Linie durch Zukäufe gewachsen, jetzt wachsen wir, indem wir bestehende Werke weiterentwickeln. Dazu brauchen wir aber auch eine höhere Ebitda-Marge und werden auch mehr automatisieren", erklärte Firmengründer Friedrich Huemer. Allein in die Digitalisierung sollen 20 Mio. Euro fließen.

Mit der Nachfrage nach Autoteilen zeigt sich Friedrich Huemers Sohn Markus, der bereits im Vorstand des Konzerns sitzt und das Unternehmen zeitnah übernehmen soll, zufrieden. Allerdings fehlen qualifizierte Mitarbeiter, 100 würden gebraucht. Das Gerangel um fähige und fachlich versierte Leute auf dem Markt sei groß. Derzeit beschäftigt Polytec weltweit 4.500 Mitarbeiter. Die Umsatzerwartung für heuer liegt bei rund 690 Mio. Euro. (apa/red)

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