Automobilindustrie

Autozulieferer Novem soll 330 Millionen bringen

Der Autozulieferer Novem startet den voraussichtlich letzten Börsengang in Frankfurt vor der Sommerpause.

Der Hersteller von Zierteilen für Oberklasse-Autos aus dem nordbayerischen Vorbach will mit der Emission bis zu gut 330 Mio. Euro einnehmen. Bis zu 17,3 Millionen Aktien sollen in einer Spanne von 16,50 bis 19,50 Euro an institutionelle Investoren verkauft werden. Novem käme damit auf einen Börsenwert von 710 bis 830 Mio. Euro.

Für den Börsenkandidaten selbst bleibt ein Emissionserlös von rund 50 Mio. Euro, der vor allem für die Refinanzierung von Schulden verwendet werden soll. Das 1947 gegründete Unternehmen hatte eine 400 Mio. Euro schwere Hochzinsanleihe begeben.

Novem sieht sich bei Zierteilen aus Holz, Aluminium, Karbon und Kunststoff - von Armaturenbrettern, Mittelkonsolen bis zu Türverkleidungen - für die Oberklasse mit einem Anteil von 46 Prozent als Weltmarktführer. Kunden sind vor allem die deutschen Hersteller Mercedes, Audi und BMW.

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"Durch die Börsennotierung erhalten wir einen noch besseren Zugang zu institutionellen Investoren, die an unsere Innovationskraft, unser Potenzial und unsere Erfolgsgeschichte glauben - und wir gewinnen noch mehr Flexibilität bei der Finanzierung unserer Wachstumspläne", sagte Vorstandschef Günter Brenner. Die Resonanz potenzieller Investoren sei groß gewesen. Novem-Aktien können von Donnerstag an bis 14. Juli gezeichnet werden, allerdings nur von Profi-Investoren. Privatanleger sind ausgeschlossen. Das Börsendebüt ist für den 19. Juli geplant.

Der Börsengang soll der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer ("C&A") einen Teilausstieg ermöglichen. An ihre Holding Bregal fließt der Löwenanteil des Erlöses. Mit dem Börsengang will sie bis zu 40 Prozent der Anteile abgeben. Bregal bietet zunächst zehn Millionen Aktien an, behält sich aber vor, die Emission um zwei Millionen Papiere aufzustocken. Dazu kommt eine Platzierungsreserve von 15 Prozent. (apa)