Zulieferindustrie

Autozulieferer Hörmann verlagert Produktion von Bayern in die Slowakei

Der deutsche Autozulieferer Hörmann schließt sein Werk in Bayern und berlagert die Produktion in die Slowakei - um wettbewerbsfähig zu bleiben, wie das Unternehmen mitteilt. Mehr als 700 Mitarbeiter sind betroffen.

Der deutsche Autozulieferer Hörmann schließt sein Werk im oberbayerischen Penzberg. Die Produktion werde größtenteils in das Werk Banovce in der Slowakei verlagert, teilte das Unternehmen  mit. Damit bleibe Hörmann im harten Preiskampf der Nutzfahrzeug-Zulieferer wettbewerbsfähig, hieß es zur Begründung. Betroffen sind über 700 Mitarbeiter in Bayern.

Für die 630 Beschäftigten werde es einen Sozialplan geben, ihnen würden auch freie Stellen an anderen Standorten angeboten. Der Großteil der Verlagerung solle bis Jahresende abgeschlossen sein und das Werk Penzberg spätestens im Juni 2020 stillgelegt werden.

Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall sind von der Schließung außer den 630 Stammbeschäftigten auch 90 Leiharbeiter betroffen. Die Mitarbeiter hätten auf Investitionszusagen des Unternehmens vertraut und wegen der schwierigen Lage freiwillig Lohnzugeständnisse gemacht, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Nach einer Belegschaftsversammlung wollten sie die Arbeit niederlegen und sich zu einer Kundgebung versammeln. (dpa/apa/red)

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