Strategie

Autozulieferer Elring Klinger sucht nach Lösung

Der deutsche Autozulieferer Elring Klinger will seinen kostentreibenden Kapazitätsengpass bei Hitzeschildern bis Anfang des kommenden Jahres beheben. Die Produktionskosten bei dem Schweizer Tochterunternehmen würden unter anderem durch die Logistik erhöht, erklärte Elring-Klinger-Chef Stefan Wolf.

Automobilindustrie Zulieferindustrie ElringKlinger Strategie

"Ich bin sicher, wir kommen da im ersten Quartal 2016 raus", sagte er. Das hatte er allerdings im Frühjahr bereits für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. An anderen Elring-Klinger-Standorten seien dabei solche Kapazitätsengpässe nicht zu befürchten. Bei der Fertigung von Hitzeschilden seien die Kosten wegen Kapazitätsengpässen in die Höhe geschnellt, erklärte Wolf. Dadurch fielen Sonderschichten und höhere Logistikkosten an. Das Management des Geschäftsbereichs mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro im Jahr sei deshalb inzwischen ausgewechselt worden. Während bei der Abschirmtechnik die übervollen Auftragsbücher das Problem sind, leidet Elring Klinger im Geschäft mit Komponenten zu Batterien für Elektroautos unter zu geringer Nachfrage. Auch in diesem Jahr werde hier ein Verlust anfallen, hatte Wolf im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt.

Die neuen Leichtbauteile, auf die Elring Klinger große Hoffnungen setzt, werden nach einem Großauftrag von Daimler unterdessen erst im kommenden Jahr mit Folgeaufträgen von anderen Herstellern zum Gewinn beitragen. Noch in diesem Jahr sei mit Bestellungen für die Cockpit- und Frontend-Träger aus Aluminium und Kunststoff zu rechnen, erklärte Wolf. Die Produktion für neue Projekte werde dann aber erst Ende 2016 beginnen. (apa/Reuters)