China

Autozulieferer Dürr spürt keine Schwäche im China-Geschäft

Der deutsche Autozulieferer Dürr bleibt trotz der Börsenturbulenzen in China zuversichtlich für sein wichtiges China-Geschäft. "Wir gehen davon aus, dass auch 2015 ein Jahr mit einem starken China-Geschäft wird", sagte Finanzvorstand Ralph Heuwing in einem Interview dem Magazin "Börse Online".

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Das prozentuale Wachstum des Automarktes sei inzwischen zwar etwas geringer, die absolute Zahl der Pkw-Neuzulassungen aber weiterhin viel höher als vor fünf Jahren. Die zuversichtlichen Aussagen Heuwigs trieben die Aktie mit einem Plus von knapp drei Prozent an die Spitze des Nebenwerteindex MDax. Das schwächere Wachstum am größten Automarkt der Welt macht sich bei den Herstellern schon seit Monaten bemerkbar, zuletzt versetzte der Kursrutsch an den Börsen der Kauflaune der Chinesen einen Dämpfer. Der Automobilverband des Landes senkte seine Jahresprognose kürzlich auf drei Prozent Zuwachs bei den Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr nach sieben Prozent. Auch Audi stellt sein Absatzziel in seinem größten Absatzmarkt infrage.

Für Dürr, den Weltmarktführer für Lackieranlagen, ist China mit einem Umsatzanteil von rund 30 Prozent der wichtigste Einzelmarkt. Der Auftragseingang sei auch zuletzt stabil geblieben, erklärte ein Sprecher. Allerdings wäre der Konzern nicht unter den ersten Zulieferern, die einen Produktionsrückgang der Autoindustrie zu spüren bekämen, da die Lackierereien eine langfristige Investition sind. Nach Einschätzung von Experten könnten die Autobauer ihre Ausbaupläne in China jedoch auf den Prüfstand stellen, falls die Abkühlung länger andauern sollte. (apa/Reuters)

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