Stahlindustrie

Automotive: Arcelormittal verhandelt mit Stahlhersteller Sail über Fusion

Arcelormittal und der indische Stahlhersteller Sail wollen ihre Sparten für Autostahl zusammenlegen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll dann den schnell wachsenden Markt für Automobilherstellung in Indien beliefern.

Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelormittal verhandelt mit dem indischen Stahlhersteller Sail über eine Zusammenlegung der Sparte für Autostahl in Indien. Ein neues Gemeinschaftsunternehmen der beiden Bereiche wäre eine Milliarde US-Dollar schwer, wie Arcelormittal hier mitteilt.

Zum Auftakt der Verhandlungen haben sich namhafte Vertreter des in Luxemburg ansässigen Konzerns, der vom Inder Lakshmi Mittal geleitet wird, in London mit Managern von Sail getroffen. Arcelormittal war unter anderem durch Lakshmi Mittal, den Finanzchef Aditya Mittal und Brian Aranha, Chef der Automotive-Sparte, vertreten.  

Beide Seiten haben bereits im Mai des Vorjahres eine Absichtserklärung über Möglichkeiten einer Zusammenlegung der Autostahl-Sparte in Indien unterzeichnet.

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Mit dem Gemeinschaftsunternehmen, das nun gegründet werden soll, zielen die beiden Stahlkonzerne auf den schnell wachsenden Automarkt in Indien. Beide Hersteller verweisen auf Prognosen, wonach Indien bis 2026 der weltweit drittgrößte Standort für Autohersteller werden soll.

Sail soll dabei in seinem Werk in Rourkela im Osten Indiens warmgewalztes Stahl für den Automotive-Bereich von Arcelormittal produzieren. Damit werde Produktion entlang der gesamten Lieferkette in Indien stattfinden, wie Arcelormittal meldet.

(red)

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