Messen

Automesse in Detroit öffnet die Tore

Ab heute stellen die größten Autobauer der Welt in Detroit ihre ihre neuesten Modelle vor. Hinter den Herstellern liegt ein Jahr voller Rekorde - auch der Blick in die Zukunft bleibt trotz allem optimistisch.

Die "North American International Auto Show" in Detroit ist die erste große Automesse des Jahres und der wichtigste Branchentreff auf dem Kontinent.

Nach einem Jahr mit Absatzrekorden in den USA stellen die weltgrößten Autobauer ab Montag in Detroit ihre neuesten Modelle vor. Die Automesse in der Stadt im US-Bundesstaat Michigan ist zunächst nur für das Fachpublikum geöffnet, ab dem 16. Jänner können auch Privatbesucher die neuen Fahrzeuge begutachten.

Mehr als ein Dutzend Hersteller haben sich angesagt, die mehr als 40 Modelle präsentieren wollen. Insgesamt werden bis zum 24. Jänner 800.000 Besucher zu der größten Automesse der Vereinigten Staaten erwartet.

Amerikaner in Kauflaune

Die Veranstalter versprechen über 40 Welt- und Nordamerika-Premieren. Die Kauflaune der Amerikaner auf Autos ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, 2015 konnte die Branche einen Absatzrekord aufstellen. Niedrige Kreditzinsen und günstige Spritpreise haben zuletzt die Nachfrage weiter angekurbelt.

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General Motors (GM) erwartet trotz der jüngsten Schwächephase auf dem weltgrößten Automarkt China langfristiges Wachstum. "Wir glauben nach wie vor, dass der Markt auf lange Sicht deutliches Wachstum zeigen wird", sagte GM-Vorstandschefin Mary Barra am Sonntag vor Beginn der Detroiter Automesse.

Im vergangenen Monat, noch vor den jüngsten Kurseinbrüchen an Chinas Börsen, hatte der Auto-Herstellerverband des Landes für 2016 ein Absatzwachstum von fünf bis sieben Prozent vorausgesagt, nach drei Prozent im abgelaufenen Jahr.

Abgasskandal von Volkswagen trübt den Auftritt deutscher Autobauer

Die deutschen Autohersteller rechnen wegen des Diesel-Skandals von Volkswagen im laufenden Jahr in den USA mit stagnierenden Verkaufszahlen. Der Absatz der deutschen Marken werde 2016 voraussichtlich wie im Vorjahr bei 1,4 Mio. Fahrzeugen liegen, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Montag auf der Detroiter Automesse.

Als Grund nannte er die "Diesel-Geschehnisse" von VW, deren Auswirkungen auf die anderen Hersteller noch nicht absehbar seien. Mittelfristig rechnet der VDA jedoch mit weiterem Wachstum der deutschen Marken auf dem US-Markt. Auch die Zahl der im Nafta-Raum produzierten Fahrzeuge werde steigen.

Insgesamt erwartet der deutsche Branchenverband für 2016 in den USA ein leichtes Wachstum des Automarktes (Pkw und Light Vehicles) um ein Prozent auf 17,5 Mio. Einheiten. Im abgelaufenen Jahr waren mehr als 17,4 Mio. Wagen zu den Kunden gerollt, ein Rekord. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten allerdings im Schnitt mit 18,1 Mio. Fahrzeugen gerechnet.

Seit der Absatzdelle in der Finanzkrise ist die Branche auf Erholungskurs. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Autoindustrie 2016 erneut einen Rekord aufstellt.  (afp/reuters/dpa/apa/red)

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