Automobilindustrie

Autoindustrie: Sigmar Gabriel fordert gerechte Behandlung in China

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel hat in China gerechte Bedingungen für ausländische Autobauer gefordert. Eine große Sorge deutscher Konzerne sind auch geplante Quoten für Elektroautos.

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel fordert faire Bedingungen für deutsche Automobilhersteller in China. Bei dem Besuch eines Forschungs- und Entwicklungszentrums von Audi und Volkswagen in Peking sagte er: "Was wir wollen ist, dass (VW) bei öffentlichen Ausschreibungen, bei der Frage der Zulassungen genauso behandelt wird wie chinesische Anbieter."

Sorgen auch bei geplanten Quoten für Elektroautos

Hauptsorge der deutschen Automobilhersteller sind vor allem die Auflagen für die Einführung eines bestimmten Prozentsatzes an Elektrofahrzeugen ab 2018. Gabriel sagte, man sei "auf ganz gutem Weg", dass chinesische Zusagen an Deutschland in diesem Bereich umgesetzt würden. Dabei geht es um den Wunsch der deutschen Firmen, die Quote erst 2019 einzuführen, flexiblere Jahreswerte gelten zu lassen und auf den Zwang zur Ansiedlung von Forschung und Entwicklung zu verzichten.

Gabriel hat bei seinem China-Besuch auch Gespräche zu Wirtschaftsfragen, dem Raketenprogramm Nordkoreas und zu verstärkten Kontakten zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder geführt.

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Gabriel war bereits als Wirtschaftsminister in China. Als Außenminister wird er von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit Ministerpräsident Li Keqiang, seiner Stellvertreterin Liu Yandong sowie Außenminister Wang Yi. (afp/apa/red)

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