Zulieferindustrie

Autoindustrie ist gegen Staatshilfen für die eigenen Zulieferer

Angesichts der aufkommenden Krise der Autoindustrie lehnt der Industrieverband VDA Hilfen des Staates für angeschlagene Autozulieferer ab. "Finanzhilfen für einige wenige sind nicht das Mittel der Wahl", so Verbandschef Mattes.

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) lehnt staatliche Hilfen für schwächelnde Autozulieferer ab. "Finanzhilfen des Staates für einige wenige sind nicht das Mittel der Wahl", sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes dem Magazin "Focus".

Stattdessen sollte die Politik die Rahmenbedingungen für die Branche verbessern. Als Beispiel nannte er Unternehmenssteuern und Energiekosten. Die Kosten für Energie für Verbraucher gehören in Deutschland zu den höchsten Europas.

Die Gewerkschaft IG Metall hatte einen staatlich gestützten Transformationsfonds in zweistelliger Milliardenhöhe vorgeschlagen, um Autozulieferer zu unterstützten. "Focus" berichtete, der VDA rechne mit dem Abbau von Arbeitsplätzen in der Branche. (reuters/apa/red)

White Paper zum Thema

Aktuell dazu:
Autobauer und ihre Zulieferer: "Die Feierlaune ist jetzt vorbei" >>
Krise in der deutschen Autoindustrie verschärft sich >>

Aus der Branche:
WLTP sorgt für Probleme bei Polytec - Prognose bleibt >>
Konzernchef von Bosch kündigt Jobabbau an >>  
Bosch-Standort Hallein steht nicht infrage >>   
Continental: Neue Kürzungen, keine Investition in Hydraulik, keine Batterien >>

Verwandte tecfindr-Einträge