Nach dem "Putsch"

Autohersteller und Maschinenbauer erwarten große Probleme in der Türkei

Nach dem Putschversuch in der vergangenen Woche blicken in Deutschland Vertreter der zentralen Exportbranchen mit großer Sorge auf das Geschäft in der Türkei. Das Land ist ein wichtiger Partner - sowohl im Handel als auch in der Produktion.

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Vertreter der Automobilindustrie und des Maschinenbaus sehen nach dem rätselhaften Putschversuch in der Türkei ihre künftigen Geschäfte in dem Land gefährdet. "Politisch unruhige Zeiten sind grundsätzlich kein gutes Umfeld für Investitionen", teilt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Mögliche Investitionen in der Türkei würden jetzt sicherlich "besonders kritisch geprüft".

Auch für die deutsche Autoindustrie sei nun entscheidend, "dass dieses Land wieder zur politischen Stabilität zurückfindet und damit Planbarkeit für die Unternehmen gegeben ist. Dies gilt auch für die Rechtsstaatlichkeit", wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilt. Die Türkei ist für die Autobranche ein wichtiger Handelspartner und ein wichtiges Produktionsland.

Nach Angaben des deutschen Statistischen Bundesamts zählte die Türkei 2015 zu den 20 größten Abnehmern deutscher Waren (22,4 Milliarden Euro). Rund 60 Prozent aller deutschen Exporte entfielen demnach auf den Maschinenbau sowie auf die Automobil- und die Chemiebranche. Allein in diesen drei Wirtschaftsbereichen wurden Waren mit einem Wert von 14 Milliarden Euro in die Türkei exportiert. (dpa/apa/red)

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