Autoindustrie

Autobauer Volvo holt SUV-Produktion aus China nach Europa

Der zum chinesischen Konzern Geely gehörende Autobauer Volvo holt die Produktion des Stadtgeländewagens XC60 aus China nach Europa zurück. Grund sind Donald Trumps neue Strafzölle auf chinesische Importe.

Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.

Die USA und China überziehen sich im Handelsstreit derzeit mit Strafzöllen. Doch US-Präsident Donald Trump liegt auch mit der EU im Clinch und drohte erst vergangene Woche mit Zöllen auf Autos.

Die Tochter des chinesischen Geely-Konzerns ist derweil trotz des internationalen Handelsstreits auf Kurs für das fünfte Rekordjahr in Folge. Volvo Cars steuert demnach auch 2018 auf eine Absatz-Bestmarke zu. Im zweiten Quartal stieg der operative Gewinn um 29 Prozent auf umgerechnet 407,1 Mio. Euro. Der Umsatz legte um mehr als ein Viertel 6,4 Mrd. Euro zu.

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(reuters/apa/red)

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