Mautsysteme

Autobahnmaut: Kapsch bewirbt sich um Auftrag in Slowenien

Der Wiener Mautspezialist bewirbt sich in Slowenien für die Errichtung eines Systems für eine elektronische Autobahnvignette. Aktuell liegen in Laibach drei Angebote am Tisch.

Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom Kapsch Slowenien Standort Wien

Der österreichische Mautspezialist Kapsch Trafficcom bewirbt sich in Slowenien für die Errichtung eines Systems für eine elektronische Autobahnvignette, das für Pkw im Dezember 2021 eingeführt werden soll. Neben Kapsch, im Konsortium mit der staatlichen slowenischen Telekom Slovenije, der slowenischen Post und dem IKT-Unternehmen Marand, sind bei der Ausschreibung der Autobahngesellschaft DARS noch zwei weitere Angebote eingegangen, berichteten slowenische Medien.

Das billigste Angebot legte die slowenische Iskratel zusammen mit dem ungarischen Unternehmen ARH Informatics. Sie würden das digitale Vignettensystem um 14 Mio. Euro aufbauen. Die slowakische SkyToll hat ein Gebot über 15,7 Mio. Euro gelegt. Das Angebot von Kapsch Trafficcom und den slowenischen Partnern ist mit 33,4 Mio. Euro das teuerste.

Die DARS möchte den Vertrag mit dem ausgewählten Bieter im Februar nächsten Jahres abschließen, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

White Paper zum Thema

Die elektronische Vignette, deren Einführung für Pkw im Oktober vom slowenischen Parlament bestätigt wurde, soll laut bisherigen Plänen mit 1. Dezember 2021 eingeführt werden. Sie soll das bisherige Pickerl ersetzen. Das System soll mittels Kennzeichenerkennung funktionieren, wofür die Kameras des bestehenden elektronischen Mautsystems für Lkw genützt werden. Die Jahresvignette wird ein Jahr ab dem Kaufdatum gelten, es soll weiterhin auch die Wochen- und Halbjahresvignette geben. (apa/red)

>> Hören Sie auch den Podcast mit Kapsch-CEO Georg Kapsch, in dem er unter anderem über Probleme von Kapsch TrafficCom in Sambia oder Deutschland spricht.