Luftfahrt

Austrian und Lufthansa meiden jetzt weißrussischen Luftraum

Nach der erzwungenen Landung eines westeuropäischen Flugzeugs in Minsk werden die Austrian Airlines sowie ihre Konzernmutter Lufthansa den weißrussischen Luftraum vorerst meiden. Weißrussland hatte eine Maschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit einem Kampfflugzeug zur Zwischenlandung gezwungen.

Nach der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs in Minsk wird die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa den weißrussischen Luftraum vorerst meiden. "Aufgrund der aktuell dynamischen Lage setzen wir die Operation im weißrussischen Luftraum vorerst aus", teilte das Unternehmenabend mit. Die Entscheidung betreffe auch Austrian Airlines, erklärte eine Sprecherin der zur Lufthansa-Gruppe gehörenden österreichischen Fluglinie auf Anfrage der APA.

Bis auf weiteres werde der weißrussische Luftraum gemieden, sagte sie. Nachdem eine österreichische Maschine nach Moskau am Hin- und Rückflug Belarus umflogen hatte, hatte die Sprecherin am Nachmittag noch von der Konzernentscheidung berichtet, dass Flüge aller Gesellschaften der Lufthansa Gruppe doch weiterhin regulär über Belarus geführt würden. Zwischenzeitlich wurde diese Entscheidung revidiert. "Unser nächster Flug nach Moskau, den das betrifft, ist aber erst am 27. Mai und es wird erwartet, dass eine Entscheidung vom EU-Gipfel kommt", erläuterte sie.

Weißrussland (Belarus) hatte eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius unter dem Vorwand einer Bombendrohung und mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen und einen im Exil lebenden Regierungskritiker festgenommen. (afp/apa/red)