Elektroautos

Australisches Lithium: BMW zahlt mehr als eine halbe Milliarde Euro an China

BMW sichert sich Lithium für Batterien von Elektroautos. Der chinesische Lieferant Ganfeng beutet dafür die Vorkommen in Australien aus und kassiert viel Geld.

Der deutsche Autobauer BMW sichert sich Lithium-Nachschub für Batterien seiner Elektroautos. Mit dem chinesischen Lieferanten Ganfeng Lithium vereinbarte BMW den Bezug des Alkalimetalls im Wert von 540 Millionen Euro bis 2024. Die Chinesen bauen den Rohstoff in Australien ab.

Lithium ist neben Kobalt einer der wichtigsten Bestandteile von Batteriezellen, die BMW von den Zulieferern Catl und Samsung SDI fertigen lässt und dann selbst in die Batterien einbaut.(reuters/apa/red)

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Hintergrund: Abhängigkeit von Asien steigt weiter

Damit werden deutsche Hersteller bei Elektroautos immer abhängiger von Zulieferern in Asien - ein von anderen Akteuren durchaus erwünschter Effekt. So ist am Weltmarkt der chinesische Staat der stärkste Treiber bei der Umstellung vom Verbrennungsmotor, bei dem europäische Hersteller technologisch zur Weltspitze gehören, auf elektrische Antriebe. Beobachtern zufolge ist das wichtigste Motiv Pekings keineswegs nur der Umweltschutz, sondern vor allem der Wunsch, in der Autoindustrie den Anschluss zu schaffen - und diesen Sektor danach eines Tages kontrollieren zu können. Das scheint mit Elektroautos eher möglich, weil sie technisch viel einfacher zu bauen sind. 

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