Waffen

Australien will Milliarden für neue U-Boote ausgeben

Wegen steigender Spannungen im Südchinesischen Meer plant Australien die Anschaffung von zwölf neuen U-Booten. Thyssenkrupp hat sich schon beworben.

Angesichts der Terrorbedrohung und wachsender Spannungen im Südchinesischen Meer will Australien massiv aufrüsten. Die Regierung legte ein Weißbuch vor, das über die nächsten zehn Jahre Ausgaben in Höhe von 195 Milliarden Australischen Dollar (126 Milliarden Euro) vorsieht.

"Dieses Weißbuch ist ein Plan, um schlagkräftigere, agilere und einsatzbereitere Verteidigungskräfte zu schaffen, die zur Stelle sein können, wenn unsere Interessen bedroht sind oder unsere Hilfe benötigt wird", sagte Regierungschef Malcolm Turnbull. Australien sei anfällig für Bedrohungen durch Konflikte, Klimawandel, Cyberangriffe, Pandemien und Terrorismus. (dpa/apa)

Unter anderem sollen zwölf neue U-Boote angeschafft werden, um deren Bau sich auch die deutsche Werft ThyssenKrupp Marine Systems beworben hat. Für Thyssenkrupp wäre es der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Zudem sollen neue Fregatten und Raketen angeschafft werden, um das Militär umfassend zu modernisieren.

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Doch die Deutschen müssen sich noch gegen den französischen Schiffbaukonzern DCNS und das japanische Bündnis aus Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries durchsetzen. Vor wenigen Wochen hieß es, die Konkurrenten von Thyssenkrupp würden offenbar inzwischen vorn liegen. (dpa/apa)

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