Flachwalzprodukte

Aurubis verabschiedet sich vom Milliardendeal mit den Wieland-Werken

Bei Europas größtem Kupferkonzern Aurubis ist ein Verkauf von Konzernteilen "nicht mehr überwiegend wahrscheinlich". Aurubis wollte die Sparte für Flachwalzprodukte an die Wieland-Werke verkaufen - doch Wettbewerbshüter der EU legten sich quer.

Europas größter Kupferkonzern Aurubis beugt sich dem Widerstand der EU-Kommission gegen den Verkauf seiner Sparte für Flachwalzprodukte an den Rivalen Wieland-Werke. Die EU fordere mehr Zugeständnisse für die Genehmigung der Übernahme als Wieland zu machen bereit sei, teilte Aurubis in Hamburg mit.

"Daher ist der Vollzug der Transaktion nach Ansicht von Aurubis derzeit nicht mehr überwiegend wahrscheinlich." Die beiden deutschen Unternehmen hatten sich im Frühjahr auf den Verkauf der Sparte mit 1.900 Mitarbeitern, einem Ausstoß von 230.000 Tonnen Kupfer und Kupferlegierungen und einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro geeinigt. Mehr dazu: Milliardenverkauf von Aurubis an Wieland: EU entscheidet erst im Jänner >>

Anhaltender Widerstand aus Brüssel

Die EU hatte umgehend Bedenken angemeldet, Aurubis gab sich aber noch im August zuversichtlich, dass der Verkauf schließlich genehmigt werden würde. Angesichts des anhaltenden Widerstands aus Brüssel habe sich der Aurubis-Vorstand bereits mit - nicht näher genannten - strategischen Alternativen befasst. Wieland habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben und versuche die Bedenken der Kartellhüter weiterhin zu zerstreuen.

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Die Sparte Flachwalzprodukte (Flat Rolled Products) umfasst Werke in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland, Kundencenter in der Slowakei, Italien und Großbritannien sowie die weltweite Verkaufsorganisation. Außerdem zählt ein Anteil von 50 Prozent an der Tochter Schwermetall dazu. Die andere Hälfte der Anteile liegt bereits bei den Wieland-Werken. (reuters/apa/red)