Zulieferer

Aufkommende Flaute am Automarkt erreicht Polytec

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec bekommt die einsetzende Flaute am Automarkt zu spüren. Im Vorjahr ging der Umsatz zurück, das Betriebsergebnis sank von 55 auf 40 Millionen Euro. Für heuer erwarten die Oberösterreicher eine Seitwärtsbewegung.

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec spürte im Vorjahr die Flaute am Pkw-Markt. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging von 55,1 auf 40,1 Mio. Euro zurück, die Ebit-Marge sank von 8,1 auf 6,3 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern gab von 39 auf 30 Mio. Euro nach. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich von 82,3 auf 67,1 Mio. Euro.

Der Umsatz reduzierte sich um 5,9 Prozent auf 636,4 Mio. Euro. Die rückläufigen Zahlen spiegeln sich auch in der geplanten Dividende wieder, die von 45 auf 40 Cent sinken soll. Bei der Hofübergabe von Konzernchef Friedrich Huemer an seinen Sohn zu Jahresbeginn 2019 war von einer "beachtlichen Dividende" die Rede. Bis 2024 will das Hörschinger börsenotierte Unternehmen 240 Mio. Euro investieren, hieß es damals.

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Im Gegensatz zum Pkw-Bereich legte der Nutzfahrzeugsektor 2018 zu. Bei Autos wurde ein Umsatzrückgang um 10,6 Prozent auf 387,9 Mio. Euro eingefahren, bei Lkw gab es hingegen ein Plus von 5,9 Prozent auf 174,7 Mio. Euro.

Zum Ausblick hielt Polytec fest, dass der Konzernumsatz und das Betriebsergebnis auf dem Niveau des Jahres 2018 liegen werden. "Das Erreichen dieses Ausblicks hängt maßgeblich von erfolgreichen Verhandlungen über bestehende Forderungen gegenüber Kunden ab, die im Wesentlichen durch die WLTP-bedingten Umsatzausfälle sowie erhöhte Materialpreise verursacht wurden und werden. Zudem sind für die Erreichung des Ausblicks die Auswirkungen des möglichen Brexit von Bedeutung." (apa/red)

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