Stahlindustrie

Auf Sparflamme: Stahlkocher Salzgitter warnt vor Gewinneinbruch

Mehrere Jahre konnte der deutsche Stahlkonzern Salzgitter Gewinnsteigerungen verbuchen - das ist nun vorbei: Dieses Jahr rechnet Salzgitter mit einem deutlichen Rückgang.

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Kosten für Kurzarbeit und die Eintrübung der Konjunktur beschert Salzgitter einen Gewinneinbruch.

Nach mehreren Gewinnsteigerungen in den vergangenen Jahren rechnet der deutsche Stahlhersteller Salzgitter mit einem deutlichen Rückgang. Für das laufende Jahr stellte der Konzern einen Vorsteuergewinn in einer Spanne zwischen 125 bis 175 Millionen Euro in Aussicht, was im besten Fall einer Halbierung entspricht.

Im abgelaufenen Jahr schraubte Salzgitter den Vorsteuergewinn nach vorläufigen Zahlen wegen der guten Stahlnachfrage um fast 50 Prozent auf 347,3 Mio. Euro hoch. Als Grund für die nun schlechteren Aussichten nannte ein Sprecher die Eintrübung der Konjunktur. Hinzu komme, dass der Großrohrbereich mit der Tochter Mannesmann Grobblech nach dem Abschluss des Pipeline-Projekts Nord Stream 2 nicht mehr ausgelastet sei und Kosten für Kurzarbeit anfielen.

Bei einem Konzernumsatz von voraussichtlich 9,5 (2018: 9,3) Mrd. Euro werde die Rendite auf das eingesetzte Kapital 2019 "sichtbar" unter dem Vorjahreswert von 10,4 Prozent liegen, kündigte Salzgitter weiter an. Damit liege die prognostizierte Ergebnis-Spanne unter den Markterwartungen. Vor diesem Hintergrund habe sich das Management entschlossen, die seit einigen Jahren laufenden Sparprogramme zu aktualisieren. Details sollen am 27. Februar vorgelegt werden, wenn Salzgitter seine Bilanz für 2018 präsentieren will. Anleger nahmen nach der Gewinnwarnung Reißaus, die Aktie von Salzgitter verlor bis zu knapp sieben Prozent. (apa/Reuters)

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