VW-Skandal

Audi-Vorstand Stefan Knirsch muss offenbar gehen

Beim Autobauer Audi habe Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch seinen Schreibtisch bereits geräumt, so ein Medienbericht. Diese Woche werde er offiziell von seinen Aufgaben entbunden.

Die Abgas-Affäre hat einem Zeitungsbericht zufolge weitere personelle Konsequenzen im Volkswagen-Konzern. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch werde im Laufe der kommenden Woche von seinen Aufgaben entbunden und beurlaubt, berichtete die "Bild am Sonntag" ohne Angaben von Quellen. Volkswagen, Audi und der Audi-Betriebsrat wollten zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

Keine Stellungnahme von VW und Audi

Knirsch habe seinen Schreibtisch bereits geräumt, berichtete die Zeitung weiter. Ermittlungen einer von Volkswagen beauftragten US-Kanzlei hätten den Manager schwer belastet. Bereits sein Vorgänger Ulrich Hackenberg musste wegen des Diesel-Skandals gehen.

Knirsch startete seine Karriere bei der VW-Tochter Audi. Später wechselte er zu Porsche, danach in den Rheinmetall-Konzern. 2013 kehrte er als Leiter der Aggregateentwicklung zu Audi zurück. Anfang 2016 wurde er dort Entwicklungschef.

White Paper zum Thema

Volkswagen hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet sein. (APA/Reuters/red)

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