Autoindustrie

Audi streicht ab Mai die Dauernachtschicht in Ingolstadt

Audi streicht ab Mai eine Dauernachtschicht im Stammwerk in Ingolstadt - die Mitarbeiter würden für aktuelle Projekte wie den Neuanlauf der Audi A3 Limousine und des Audi A3 Sportback "dringend gebraucht".

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Der deutsche Autohersteller Audi will ab Mai eine Dauernachtschicht in Ingolstadt streichen. Darauf hat sich nach Angaben des Unternehmens die Standortleitung mit dem Betriebsrat geeinigt.

"Das reduzierte Produktionsvolumen am Standort Ingolstadt lässt sich ohne diese Dauernachtschicht langfristig erreichen und stellt so eine wirtschaftlichere Schichtfahrweise sicher", teilte die VW-Tochter mit. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet. Betroffen ist demnach die Montagelinie 1, auf der in der Nacht die Audimodelle A4 und A5 montiert werden.

Keine Entlassungen

"Die Mitarbeiter aus der Dauernachtschicht werden für die aktuellen Herausforderungen neuer Fahrzeugprojekte wie den Neuanlauf der Audi A3 Limousine und des Audi A3 Sportback dringend gebraucht", hieß es. Betroffen seien rund 450 Mitarbeiter, die direkt an der Montagelinie arbeiten, sowie eine unbestimmte Zahl von Beschäftigten aus angrenzenden Bereichen. Entlassungen werde es keine geben. Man brauche alle Beschäftigten für die anderen Aufgaben. Zudem gilt am Stammwerk in Ingolstadt ein Kündigungsschutz bis 2025.

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Schwierigkeiten wegen WLTP

Im vergangenen Jahr hatte Audi wegen der Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgasmessstandard WLTP nur noch 1,8 Millionen Autos verkauft und ist damit weit hinter Mercedes und BMW zurückgefallen. Der Umsatz sank auf 59,2 Mrd. Euro, der Betriebsgewinn brach um 24 Prozent ein auf 3,53 Mrd. Euro.

Vor wenigen Tagen kündigte der Autohersteller ein Sparprogramm sowie den Abbau von Stellen an. Entlassungen werde es dabei aber nicht geben, betonte ein Sprecher. "Wenn Kollegen in den Ruhestand gehen, stellen wir den Ersatzbedarf auf den Prüfstand", hatte Finanzvorstand Alexander Seitz gesagt. Zudem will sich Audi stärker auf Elektromobilität konzentrieren. (dpa/apa/red)

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