Autoindustrie

Audi stimmt seine Mitarbeiter offenbar schon auf Kündigungen ein

Die neue Führung von Audi will die "Personalstruktur überdenken" - das heißt, Mitarbeiter werden nach Hause geschickt. Konzernchef Bram Schot findet blumige Worte dafür: Der Autobauer habe "Speck angesetzt" und müsse nun "agiler" werden.

Der Vorstand des deutschen Autobauers Audi stimmt einem Zeitungsbericht zufolge die Beschäftigten auf Stellenstreichungen im Zuge des angekündigten Sparkurses ein. "Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir unsere Personalstruktur überdenken", zitiert die "Heilbronner Stimme" aus einem Brief an die Mitarbeiter.

Konzernchef: Audi hat zu viele Manager

Schot kritisierte die Zahl der Manager im Unternehmen als zu hoch, außerdem sei die Profitabilität pro Mitarbeiter in den vergangenen Jahren gesunken. Dazu: Audi: Jeder zehnte Manager soll weg >>

Elektroautos brauchen viel mehr Geld

In einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" sagte der neue Audi-Chef Bram Schot: "Audi soll und wird deutlich schneller und agiler als heute werden." Es sei klar, "dass wir Speck angesetzt haben und wieder Muskeln aufbauen müssen". Der Premiumautobauer müsse wieder mehr Geld verdienen, um in E-Autos investieren zu können. Dazu: Autoindustrie: Käufer von Elektroautos verzweifelt gesucht >>

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Die Belegschaftsgröße müsse "unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung genau unter die Lupe" genommen werden. Übertarifliche Leistungen sollten ebenfalls auf den Prüfstand gestellt werden.

Der Betriebsrat fordert laut dem Bericht in der "Heilbronner Stimme" eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung. Diese gilt bis 2025 für Mitarbeiter in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm. Die VW-Tochter will bis 2022 insgesamt 15 Milliarden Euro an Kosten einsparen. (reuters/afp/apa/red)

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