Autonomes Fahren

Audi, Daimler und BMW gründen neues Netzwerk mit drei Telekomriesen

Drei große deutsche Autobauer gründen mit drei Telekomkonzernen eine Allianz namens "5GAA", um gemeinsam Technologien für das automatisierte Fahren zu entwickeln. Neben den Autoherstellern sind Ericsson aus Schweden, Huawei aus China und Nokia aus Finnland dabei.

Drei große deutsche Autobauer und mehrere internationale Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche wollen gemeinsam das vernetzte und automatisierte Fahren vorantreiben. Dazu haben Audi, BMW und Daimler eine Allianz mit fünf Telekommunikationsspezialisten gegründet, wie BMW mitteilte.

Die Firmen wollen demnach unter anderem auch an intelligenten Verkehrssystemen und neuen Infotainment-Optionen arbeiten. Neben den Autobauern sind die Mobilfunkausrüster Ericsson aus Schweden, Huawei aus China und Nokia aus Finnland bei der Allianz mit dabei. Auch die Chiphersteller Intel und Qualcomm aus den USA machen mit bei dem Bündnis namens 5G Automotive Association (5GAA).

Der Name nimmt Bezug auf den künftigen Mobilfunkstandard 5G, der die schnellere Übertragung größerer Datenmengen und höhere Netzstabilität bringen soll. Dies ist wichtig, um die Kommunikation zwischen Autos sowie von Autos und anderen Dingen - zum Beispiel Ampeln - zu ermöglichen.

White Paper zum Thema

Zukünftiger Mobilfunkstandard 5G als Maßstab

5GAA soll den Angaben zufolge "neue Kommunikationslösungen entwickeln, testen und fördern, ihre Standardisierung unterstützen sowie ihre Marktverfügbarkeit und globale Verbreitung beschleunigen". Die Allianz steht demnach weiteren Partnern offen. Mehrere Unternehmen hätten bereits Interesse an einem Beitritt geäußert.


Auch das deutsche Verkehrsministerium widmete sich auf einer Konferenz dem Thema 5G und den Potenzialen der neuen Mobilfunktechnik. Minister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, Deutschland solle "Leitmarkt für 5G" werden und "als erstes Land ein flächendeckendes 5G-Netz" bereitstellen. Dass sei für das automatisierte und vernetzte Fahren ebenso wichtig wie für die Industrie 4.0 und elektronische Gesundheitsanwendungen. (AFP/APA/red)

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