Autoindustrie

Auch VW Touareg muss wegen Manipulationen in die Werkstätten

Nach Porsche muss nun auch die Schwestermarke VW ihren großen Geländewagen wegen manipulierter Abgaswerte in die Werkstätten rufen. Die zuständige Behörde hat in dem Modell zwei Abschalteinrichtungen nachgewiesen.

Nach Porsche muss nun auch die Schwestermarke VW ihren großen Geländewagen wegen manipulierter Abgaswerte in die Werkstätten rufen. Das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt teilte mit, bei der Überprüfung des VW Touareg mit 3,0-Liter-Dieselmotor und der Abgasnorm Euro 6 seien zwei unzulässige Abschalteinrichtungen nachgewiesen worden.

Die Behörde habe deshalb im Dezember einen Rückruf dieser Fahrzeuge angeordnet. Davon seien weltweit 57.600 Fahrzeuge betroffen, 25.800 in Deutschland. Das KBA teilte mit, im Prüfzyklus NEFZ springe bei diesen Fahrzeugen zum einen eine sogenannte schadstoffmindernde Aufwärmstrategie an, die überwiegend im realen Verkehr nicht aktiviert werde. Zum anderen sei bei Fahrzeugen mit SCR-Katalysator eine Strategie eingesetzt worden, die die Nutzung von des Kraftstoffzusatzes AdBlue unter bestimmten Bedingungen unzulässig einschränke.

Unregelmäßigkeiten auch bei Porsche

Bereits im Juli hatte Porsche Unregelmäßigkeiten bei dem von Audi bezogenen Drei-Liter-TDI-Motoren festgestellt und dies der Zulassungsbehörde gemeldet. Von dem Rückruf waren europaweit rund 22.000 zugelassene Cayenne betroffen. Der Motor stammt von der Schwestermarke Audi, die bereits in den Abgasskandal verstrickt ist. Daraufhin hatte VW auch den Touareg überprüft. Volkswagen hatte vor gut zwei Jahren zugegeben, Dieselabgaswerte durch eine Software manipuliert zu haben. Davon sind weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. (reuters/apa/red)

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