Kunststoffindustrie

Auch Lego setzt jetzt auf Augmented Reality

Jetzt macht die Digitalisierung auch vor dem Kinderzimmer nicht Halt: Der legendäre Spielzeugriese Lego will bei seinen Produkten stärker auf digitale Techniken setzen und nennt Augmented Reality als Beispiel. Lego wechselt jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte aus. In Zukunft sollen die Klötzchen mehr aus pflanzlichen Kunststoffen statt aus Erdöl gefertigt werden.

Der dänische Bauklötzchen-Riese Lego will bei seinen Produkten stärker auf Digitalisierung setzen. "Wir wollen so innovativ wie möglich sein", sagte Lego-Chef Niels Christiansen der Deutschen Presse-Agentur.

Im Haus werde etwa mit Anwendungen für Augmented Reality experimentiert. Bei der sogenannten erweiterten Realität werden erdachte Gegenstände auf dem Bildschirm in die reale Umgebung eingefügt.

Hersteller wechselt jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte aus

Viele Lego-Produkte seien bereits mit technischen Spielereien ausgerüstet, seien etwa fernsteuerbar oder mit Motoren ausgestattet. "Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser für uns nutzen", so Christiansen, der den Konzern seit 2017 leitet. Dies sei auch eine Antwort auf die Veränderungen im Kinderzimmer, die der Wandel mit sich bringe. "Man muss den Wandel als Chance sehen."

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Zum Innovationswillen gehöre auch, dass Lego jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte auswechsle. "Das machen nicht viele Unternehmen", sagte Christiansen. Erfolgreich seien vor allem die Produktreihen Technic, Ninjago, Creator und Classic.

Lego wil in Zukunft mehr Plastik aus Zuckerrohr statt aus Erdöl

Künftig will Lego bei der Herstellung seiner Bauklötzchen auf pflanzliches Polyethylen zurückgreifen, das aus Zuckerrohr gewonnen wird. "Wir sind dabei, unsere Produkte nachhaltig zu machen", sagte Christiansen. Ziel sei, dies bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Auf der Suche nach Alternativen dürfe die Qualität nicht leiden. (dpa/apa/red)

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