Stahlindustrie

Auch Kanada verhängt jetzt Strafzölle auf Stahl

Die Auswirkungen einer "Stahlschwemme" auf Europa könnten sich verschärfen: Jetzt führt auch Kanada neue Quoten und Strafzölle zum Schutz der inländischen Stahlindustrie ein.

Stahlindustrie Kanada USA Türkei Strafzölle Stahl

Die kanadische Regierung führt neue Stahlquoten und -zölle zum Schutz der heimischen Industrie ein. Betroffen seien sieben Kategorien, teilte sie mit. Ab dem 25. Oktober werde etwa ein Aufschlag von 25 Prozent auf Importe in Fällen gelten, bei denen "das Niveau der Importe von Handelspartnern die historische Norm überschreitet".

Die Maßnahmen sollen einen etwaigen Anstieg der Einfuhren aus Ländern abbremsen, deren Hersteller wegen der neuen US-Zölle neue Märkte suchen. Auch die Türkei hatte zuletzt Sonderzölle angekündigt.

Verschärfung der Stahlschwemme möglich

Aus Sicht der europäischen Stahlindustrie könnte der Schritt die sogenannte Stahlschwemme nach Europa verschärfen. Dabei sorgen Schutzzölle der USA dafür, dass immer größere Mengen Stahl vor allem aus China und anderen Billiglohnländern zu Dumpingpreisen nach Europa geliefert werden. Mehr dazu: Stahlschwemme nach Europa: Die 3 wichtigsten Antworten >>

White Paper zum Thema

(reuters/apa/red)

Aktuell:

Stahlhandel: Türkei plant neue Sonderzölle von 25 Prozent >>

Voestalpine: Kaum Belastungen von Strafzöllen der Türkei >>

Strafzölle in den USA: Voestalpine erkämpft sich 2.360 Ausnahmen >>

US-Lobbyisten: Trumps Zölle kosten pro Monat Milliardenbetrag >>