Außenhandel

Auch die Deutsche Bahn zieht sich aus dem Iran zurück

Die Deutsche Bahn zieht sich aus dem Iran zurück. Als wichtigster Grund wird eine "geänderte Bankenpraxis" genannt - das heißt die Auswirkungen der Sanktionen Washingtons gegen das Land mitsamt allen seinen Geschäftspartnern.

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Die Deutsche Bahn zieht sich angesichts der US-Sanktionen gegen den Iran aus dem Land zurück. "Die Deutsche Bahn ist aktuell mit ihrer Tochter DB Engineering&Consulting in zwei Projekte im Iran involviert", erklärte eine Konzernsprecherin auf Anfrage. "Beide Projekte werden im August beziehungsweise im September 2018 beendet."

Grund sei die "geänderte Bankenpraxis". Wie auch anderen Unternehmen macht der Bahn zu schaffen, dass sich viele international tätige Banken inzwischen weigern, größere Geldgeschäfte mit dem Iran abzuwickeln. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" über diesen Schritt berichtet.

Für das erste Projekt hatte die Bahn im Mai 2017 eine Grundsatzvereinbarung (MoU) mit dem iranischen Eisenbahnbetreiber Bonyad Eastern Railways (BonRail) unterzeichnet. Beim zweiten Vorhaben ging es um einen Beratervertrag für die iranische Staatseisenbahn RAI.

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Die Bahn folgt damit Daimler und dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr. Die EU hatte jüngst versucht, mit einer sogenannten Blocking-Verordnung europäische Firmen vor negativen Folgen aus den US-Sanktionen zu schützen. (reuters/apa/red)