Maschinenbau

Auch der deutsche Maschinebau meldet starke Einbrüche

Die Coronakrise hat nun auch den deutschen Maschinenbau erreicht. Im März gab es um neun Prozent weniger Aufträge, wobei Bestellungen aus dem Ausland viel stärker gesunken sind als aus dem Inland.

Die Coronakrise hat die deutschen Maschinenbauer zum Ende des ersten Quartals erreicht. Der Auftragseingang sank im März gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 9 Prozent. Ein deutliches Minus von 12 Prozent gab es bei den Auslandsbestellungen, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte.

"Dies lässt vermuten, dass sich hier die Ausbreitung der Pandemie zuerst in China und später dann auch in Europa bemerkbar macht", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Aufträge aus dem deutschen Inland verringerten sich nur um 2 Prozent.

Fachverband VDMA: "Volle Wucht der Krise" kommt erst

Wiechers geht davon aus, dass sich die "volle Wucht der Krise" im Maschinenbau erst in den kommenden Monaten zeigen wird. Die Coronapandemie macht nach einem relativ guten Start ins Jahr 2020 die Zuversicht der exportorientierten Schlüsselindustrie zunichte.

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Im gesamten ersten Quartal waren die Bestellungen nur um 2 Prozent gesunken, die Inlandsnachfrage legte sogar um 1 Prozent zu. Die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich dagegen um 4 Prozent. "Zu Beginn des Jahres waren wir noch guter Hoffnung für einen besseren Jahresverlauf, das hatten die Frühindikatoren so angedeutet", erläuterte Wiechers.

Internationale Handelskonflikte hatten die Branche mit mehr als einer Million Beschäftigten bereits im vergangenen Jahr belastet. Die Nachfrage sank und die Produktion schrumpfte leicht. Der Umsatz verringerte sich real um 2,8 Prozent auf 228,7 Milliarden Euro. (dpa/apa/red)

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