Luftfahrt

AUA: Einstellung der Strecken nach Graz und Salzburg möglich

Ärger bei der Wirtschaftskammer Steiermark über Äußerungen von Alexis von Hoensbroech, Konzernchef der Austrian Airlines, die Verbindungen zwischen Wien und Graz sowie Salzburg möglicherweise einzustellen. Das passe überhaupt nicht zur "Steiermark als internationales Export- und Forschungsland", meint man dagegen in Graz.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech hat die Debatte um ein absehbares Ende von Inlandsflügen neu befeuert. Die Strecke Wien-Linz wurde von den Austrian Airlines schon eingestellt. Auch Graz schaue man sich natürlich an, und die Strecke Wien-Salzburg sei sicher eine, die man hoffentlich in einigen Jahren nicht mehr fliegen werde.

Es sei in der Tat so, "dass wir die kurzen Flüge auch nicht besonders gerne haben und wenn es eine Möglichkeit gibt, dass es eine Bodeninfrastruktur gibt, die gut genug ist, die zu ersetzen, dann tun wir das gerne", hatte der Chef der österreichischen Lufthansa-Tochter im ORF-Interview gesagt.

"Steiermark als internationales Export- und Forschungsland fix gesetzt"

"Irritiert" zeigte sich darüber der steirische Wirtschaftskammerdirektor Karl-Heinz Dernoscheg. "'Gerne haben' darf kein Kriterium sein." Solange "Austrian" im Wortlaut des Unternehmens stehe, könne es nicht nur um die Bundeshauptstadt gehen". Um Österreich konkurrenzfähig zu halten, brauche es, so Dernoscheg, neben dem starken zentralen Standort Wien auch attraktive Zubringer in den Bundesländern. "Da ist aus unserer Sicht die Steiermark als internationales Export- und Forschungsland fix gesetzt".

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In der Steiermark kämpfe man für eine Aufwertung des Grazer Flughafens als Hub für den gesamten Süden. Aus Sicht der Wirtschaftskammer Steiermark soll der Grazer Flughafen durch den Koralmtunnel und damit die Anbindung des Großraums Südösterreich "noch wesentlich an Bedeutung gewinnen."

Als "schwierig" hat die AUA selbst bisher immer auch Klagenfurt genannt. Entscheidungen sind bei der AUA zu den genannten Airports nicht getroffen. (apa/red)

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