Steiermark

AT&S: Neuer vierter Vorstand und Kurzarbeit in Fehring

Leiterplattenhersteller AT&S erweitert seinen Vorstand auf vier Mitglieder. Ingolf Schröder, der früher für Osram tätig war, folgt ab Herbst Heinz Moitzi als Chef für das operative Geschäft nach. Im Werk in Fehring müssen unterdessen viele Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Ab Juli müssen bei AT&S am Standort Fehring (im Bild) 320 von 400 Mitarbeitern in Kurzarbeit.

Der börsennotierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S erweitert sein Vorstandsteam um den früheren Osram-Manager Ingolf Schröder (48) auf künftig vier Mitglieder. Schröder übernimmt ab 1. September die Aufgaben als Chief Operating Officer (COO) von Heinz Moitzi, der sich künftig als Chief Technology Officer (CTO) auf Forschung und Entwicklung konzentrieren soll.

"Es freut mich, mit Ingolf Schröder einen Experten im Vorstandsteam zu haben, der enorme Erfahrung in den Bereichen Operations, Quality und Transformation mitbringt", sagt Vorstandschef Andreas Gerstenmayer am Montag laut Mitteilung. Schröder arbeitete 24 Jahre in unterschiedlichen Positionen beim Lichtkonzern Osram.

Ingolf Schröder hat an der TU Berlin studiert und einen Master in Materialwissenschaften. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und wird in die Steiermark übersiedeln.

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Kurzarbeit in Fehring ab Juli

Ab Anfang Juli führt der Leiterplattenhersteller für das Werk im oststeirischen Fehring Kurzarbeit ein. Grund soll die wegen der Krise verstärkte globale Nachfrageschwäche in den Branchen Automobil und Industrieelektronik sein. Damit seien Auftragsrückgänge einher gegangen sein, teilte AT&S mit.

Man sehe den Schritt als Überbrückungsmaßnahme für den Standort Fehring, betroffen seien 320 von 400 Mitarbeitern. Durch die derzeitige Situation in den genannten Branchen könne eine sinnvolle Auslastung der Produktionskapazitäten nicht aufrechterhalten werden. Die Planung sehe Kurzarbeit für die kommenden drei Monate vor. Wenn sich die derzeit sehr volatile Lage bis dahin weitgehend normalisiert habe, könne danach auch wieder in den Regelbetrieb übergegangen werden. (apa/red)

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