Brexit

Aston Martins Konzernchef zum Brexit: "Auf den schlimmsten Fall vorbereiten"

"Wir müssen uns beim Thema Brexit auf den schlimmsten Fall vorbereiten", sagt der Konzernchef des noblen britischen Autobauers Aston Martin. Das Unternehmen hat bereits damit begonnen, einen Notfallplan umzusetzen.

Der britische Autobauer Aston Martin hat seinen Notfallplan gegen einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU nun formal verabschiedet. "Wir müssen uns auf den schlimmsten Fall vorbereiten", sagte Aston-Martin-Chef Andy Palmer der Nachrichtenagentur Reuters. Dem Unternehmen sei nichts anderes übrig geblieben, als den im Oktober präsentierten Plan im Dezember in Kraft zu setzen.

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Sollte in der kommenden Woche, wie weithin erwartet, das britische Parlament gegen das Brexit-Abkommen mit der EU stimmen, ist der ungeregelte Ausstieg Ende März wohl nicht mehr abzuwenden. Der Autobauer muss aber schon jetzt disponieren, etwa über die Lieferung von Teilen aus Europa, die in drei Monaten in der Produktion gebraucht werden.

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Bisher kommen Motoren oder Getriebe, die Aston Martin in Europa beschafft, über den Hafen Dover ins Land. Dort werden bei einem harten Brexit aber starke Verzögerungen durch Zollkontrollen befürchtet. Aston Martin vereinbarte mit dem Transportunternehmen DHL, dass die Lkw in diesem Fall andere Häfen ansteuern.

Auch der teurere Weg über Luftfracht sei organisiert. Um seine Luxusautos ohne Unterbrechung in Europa verkaufen zu können, hat Aston Martin zudem im vergangenen Jahr ein Lager in Deutschland aufgebaut. "Je nachdem, was in den nächsten Wochen passiert, kann das noch aufgestockt werden oder nicht", sagte Palmer. (reuters/apa/red)

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