Automobilhersteller

Aston Martin Börsengang gar nicht James-Bond-like

Der Börsengang des britischen Sportwagenbauers Aston Martin fällt kleiner aus als ursprünglich erwartet.

Automobilindustrie Aston Martin Knorr-Bremse Börsengang

Aston Martin: Nach sechs Verlustjahren schreibt Aston Martin seit 2017 wieder Gewinne, jetzt geht es an die Börse.

Bisher gehört die ehemalige Ford-Tochter Investoren aus Kuwait und Italien. Jetzt soll das Unternehmen an die Börse gehen. Doch der Ausgabepreis soll nur bei 19 britischen Pfund (21,3 Euro) je Aktie liegen. Ursprünglich hatte Aston Martin eine Preisspanne von 17,50 bis 22,50 Pfund angestrebt, woraus sich nach Angaben des Unternehmens eine maximale Bewertung von 5,07 Mrd. Pfund ergeben hätte. Tatsächlich wird die Marktkapitalisierung nur rund 4,3 Mrd. Pfund (4,8 Mrd. Euro) betragen. Bereits an den Vortagen hatte es Signale für eine eher zurückhaltende Nachfrage gegeben. Die Orderbücher hatten sich erst am vorletzten Tag der Frist gefüllt. Dass das Klima für einen Börsegang derzeit alles andere als negativ ist, bewies zeitgleich der Zulieferer Knorr-Bremse. Der Bremsenkonzern Knorr-Bremse am Montag (dem ersten Zeichnungstag) binnen einer Stunde die Orderbücher gefüllt. Nach sechs Verlustjahren schreibt Aston Martin erst seit 2017 wieder Gewinne. Der Kult-Sportwagenbauer war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent. Nach dem Ausverkauf von Jaguar, Bentley und Rolls-Royce wäre Aston Martin nach Jahren wieder der erste britische Autobauer an der Londoner Börse. Zuletzt hatte 2015 mit dem italienischen Rivalen Ferrari ein Luxusautobauer den Gang auf das Börsenparkett gewagt.

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