Atomkraft

Areva will 1.500 Stellen in Deutschland streichen

Der französische Atomkonzern Areva will nach dem Konzernverlust von knapp fünf Milliarden Euro in Deutschland fast ein Drittel aller Stellen streichen. Bis 2017 sollten 1.500 Jobs wegfallen.

Atomkraft Energie Areva Stellenabbau Atomenergie

Auf den Tag genau vier Jahre ist die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima nun her. Das Unglück führte dabei zu Gewinneinbrüchen und schwindenden Absatzzahlen. So musste Areva beispielsweise einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro hinnehmen und verordnete sich daraufhin einen Sparkurs. 

Dieser wird nun vorbereitet, denn der Atomkonzern will in Deutschland fast ein Drittel aller Stellen streichen. So sollen bis 2017 1.500 Jobs wegfallen, darunter auch befristete Stellen, kündigte eine Sprecherin an. Schon vor fünf Jahren hatte der Konzern genauso viele Stellen in Deutschland gestrichen. Derzeit sind in Deutschland 5.100 Menschen angestellt. Weltweit beschäftigt der vom Staat kontrollierte Konzern 45.000 Personen. 

Das Fukushima-Unglück führte dabei in der gesamten Branche zu Umbrüchen. Eon spaltet sich auf und gab mit 3,2 Milliarden Euro den höchsten Verlust der Firmengeschichte bekannt. Auch für 2015 rechnet der Konzern mit Einbußen. Areva kam im vergangenen Jahr sogar auf einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro.

Der Hauptsitz von Areva in Deutschland befindet sich im bayerischen Erlangen. Dort arbeiten Firmenangaben zufolge 3.315 Menschen. Weitere größere Standorte sind Offenbach und Karlstein. (apa/Reuters)
 

Verwandte tecfindr-Einträge