Stahlindustrie

ArcelorMittal: "Unsere Zukunft hängt nicht von der Stahlindustrie ab"

Die Zukunft des weltgrößten Stahlherstellers ArcelorMittal sehe "sehr vielversprechend" aus, betont Konzernchef Lakshmi Mittal. Er weist auch den Vorwurf zurück, der Stahlriese sei zu stark auf Massenstahl ausgerichtet.

Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal sieht trotz Branchenkrise wieder gute Perspektiven. "Unsere Zukunft sieht sehr vielversprechend aus", sagte Vorstandschef Lakshmi Mittal den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Der Stahlriese hat vor wenigen Tagen überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt - und damit die Hoffnung der stark unter Druck geratenen Stahlindustrie geschürt, dass es mit der Branche demnächst wieder spürbar aufwärts gehen könnte.

Mit der milliardenschweren Kapitalerhöhung im Frühjahr habe der Konzern seine Finanzkraft so gestärkt, um in jedem Marktsegment erfolgreich sein zu können. "Unsere Zukunft hängt nicht vom Schicksal der Stahlindustrie ab", so Mittal weiter. Entscheidend sei, wie sich der Konzern im Vergleich zur Konkurrenz entwickle.

Zehn Jahre nach der Fusion der Stahlkonzerne Arcelor und Mittal zum Weltmarktführer verfüge das Unternehmen über eine "sehr solide Plattform". Mittal wies den Vorwurf zurück, der Konzern sei zu stark auf Massenstahl ausgerichtet. Wenn sich ArcelorMittal auf komplexe, moderne Stähle konzentrieren würde, könne der Konzern seine Werke nicht genug auslasten. Dafür sei die Nachfrage nicht hoch genug.

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Weltweit gibt es auf dem Stahlmarkt seit längerem ein Überangebot, der für einen starken Preisverfall gesorgt und viele Unternehmen massiv unter Druck setzt. (dpa/apa/red)

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