Stahlindustrie

ArcelorMittal: Steuergutschrift rettet den Gewinn

Durch die Übernahme des maroden Stahlwerkes Ilva hielt ArcelorMittal trotz konjunkturellem Gegenwind die Produktion von Rohstahl in etwa auf Vorjahresniveau. Das Gewinnplus hatte andere Ursachen.

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ArcelorMittal Stahlwerk in Hamburg: Für das neue Geschäftsjahr geht der Konzern von einem leichten Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage aus. Die im Markt herrschenden Überkapazitäten blieben jedoch ebenso bestehen.

Die niedrigere Nachfrage im Automobilsektor sowie schwache Exportmärkte machen dem Stahlhersteller ArcelorMittal zu schaffen: So lieferte das Unternehmen weniger Stahl aus als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Durch die Übernahme des italienischen Stahlherstellers Ilva konnte ArcelorMittal den Rückgang jedoch begrenzen. Die Produktion von Rohstahl lag in etwa auf Vorjahresniveau, aber unter der des dritten Quartals.

Der Umsatz stieg dagegen von 17,7 Milliarden auf 18,3 Mrd. US-Dollar (16,06 Mrd. Euro). Dabei konnten höhere Preise im Vergleich zum Vorjahr das geringere Volumen ausgleichen, hieß es. Im Vergleich zum Vorquartal sanken die durchschnittlichen Verkaufspreise jedoch. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank von 2,1 auf 1,95 Mrd. US-Dollar.

Dank einer Steuergutschrift konnte Arcelor den Nettogewinn aber von 1 Milliarde auf 1,2 Mrd. Dollar erhöhen. Für das neue Geschäftsjahr geht der Konzern von einem leichten Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage aus. Die im Markt herrschenden Überkapazitäten blieben jedoch ebenso bestehen, wie die konjunkturellen Risiken.