Stahlindustrie

Arcelormittal meldet deutliche Erholung im vierten Quartal

Der weltgrößte Stahlkonzern meldet eine deutliche Erholung im vierten Quartal sowie einen deutlich geringeren Verlust im Gesamtjahr. Zum Ende von 2020 seien die Preise im Verkauf gestiegen, auch die Produktion von Rohstahl habe zugelegt.

Der Stahlkonzern Arcelormittal hat im vierten Quartal von einer Erholung des wirtschaftlichen Umfeldes insbesondere in der Automobilindustrie profitiert. So konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal von rund 13,3 Milliarden auf knapp 14,2 Milliarden US-Dollar (11,7 Mrd. Euro) zulegen, teilte das Unternehmen in Luxemburg mit. Höhere Verkaufspreise wirkten sich positiv aus, die Rohstahlproduktion nahm wieder zu.

Autoindustrie als Treiber

Beim Ergebnis profitierte Arcelormittal auch vom Verkauf des US-Geschäfts. Unter dem Strich verblieben 1,2 Mrd. Dollar, nachdem im dritten Quartal ein Verlust von 261 Mio. Dollar verbucht worden war.

Das Gesamtjahr 2020 war maßgeblich durch die Einbußen im Zusammenhang mit der Pandemie geprägt. Die Umsätze sanken um rund ein Viertel auf 53,3 Mrd. Dollar, das Ebitda fiel um 17 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar. Netto konnte Arcelormittal seine Verluste jedoch auf 733 Mio. Dollar deutlich reduzieren. Im Vorjahr war wegen hoher Abschreibungen ein Fehlbetrag von knapp 2,5 Mrd. Dollar angefallen. Für das neue Jahr geht Arcelormittal von einer weiteren Erholung der Stahlnachfrage aus.

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Führungswechsel: Gründer Lakshmi Mittal macht Platz für seinen Sohn Aditya Mittal

Zugleich verkündete der Konzern einen Führungswechsel. Der Vorstandschef, Verwaltungsratsvorsitzende und Gründer Lakshmi Mittal macht Platz für seinen Sohn. Aditya Mittal war bis jetzt Finanzvorstand sowie Chef von Arcelormittal Europe. Seinen Posten als Chef des Verwaltungsrats will Lakshmi Mittal behalten. Es sei der richtige Zeitpunkt für einen Übergang, sagte er. Mittal hatte sein Unternehmen 2006 mit dem französischen Konkurrenten Arcelor fusioniert. (dpa/apa/red)

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