Forstwirtschaft

Anteil gesunder Bäume auf dem niedrigsten Stand seit fast 40 Jahren

Waldbesitzer fordern mehr Unterstützung im Kampf gegen Klimawandel - für die Fichte zum Beispiel werde das Klima zu trocken. "Wir können uns eine romantische Sicht auf den Wald nicht mehr leisten", so der Fachverband in Deutschland.

Papier- und Holzindustrie Klimawandel Umweltzerstörung Holz

Waldbesitzer in Deutschland fordern mehr Unterstützung von der Politik, um mit den Folgen des Klimawandels besser umgehen zu können. "Wir können uns eine romantische Sicht auf den Wald nicht mehr leisten und müssen alles dafür tun, dass der Wald klimastabil wird", erklärte der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR), Steffen Rathke, in Berlin anlässlich des Tags des Waldes am heutigen Sonntag.

Die Pflanzung der bei Trockenheit robusten Douglasie und anderer Bäume wie der nordamerikanischen Roteiche könnten aus Sicht des DWHR dabei helfen, damit es trotz Klimawandel gesunde Wälder gibt. Die Fichte hingegen braucht zu viel Wasser.

Anteil gesunder Bäume so niedrig wie noch nie seit Beginn der Erhebungen 1984

Rathke verwies auf den Waldzustandsbericht der deutschen Bundesregierung, demzufolge vier von fünf Bäumen in Deutschland eine lichte Krone haben - der Anteil von gesunden Bäumen sei so gering wie noch nie seit Beginn der Erhebungen 1984.

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Der Holzwirtschaftsrat ist die deutsche Dachorganisation der Branche, er vertritt nach eigenen Angaben deutschlandweit 70.000 Betriebe, die 650.000 Beschäftigte haben und auf einen jährlichen Umsatz von etwa 120 Milliarden Euro kommen. Die Branche ist weit gefasst, neben Holzhändlern gehören unter anderem Tischler, Fensterbauer, Papierfabriken und die Möbelindustrie dazu. (dpa/apa/red)