Oberösterreich

Anlagenbauer Hitzinger: Insolvenzprozess kurz vor Abschluss

Die Insolvenz ds Linzer Maschinenbauers und Anlagenbauers Hitzinger war die größte des Jahres 2018 in Oberösterreich. Jetzt steht das Verfahren kurz vor dem Abschluss, so der Kreditschutzverband.

Das größte oberösterreichische Insolvenzverfahren des Jahres 2018 über die Linzer Maschinen- und Anlagenbaufirma Hitzinger GmbH steht vor dem Abschluss, informierte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) in einer Aussendung. fand die Verteilungstagsatzung beim Landesgericht Linz statt.

Gläubigerquote von 20,6 Prozent

Für die Gläubiger wurde eine Quote von 20,6 Prozent erreicht. Die Firma, die sich auf individuelle Stromerzeugung - beispielsweise Flugzeug-Bodenstromversorgungen - spezialisiert hatte, ist seit September 2018 in einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Es handelte sich mit Passiva von rund 14,8 Mio. Euro um die größte Pleite des Jahres in Oberösterreich. 254 Mitarbeiter waren betroffen, ebenso rund 876 Insolvenzgläubiger, die Forderungen in Höhe von rund 36 Millionen Euro anmeldeten, hieß es weiters vom KSV1870.

Neue Eigentümer wollen Unternehmen in drei Jahren sanieren

Hitzinger hatte bereits im Geschäftsjahr 2016/17 sinkende Umsätze verzeichnet und unter einem konjunkturellen Rückgang bei Wasserkraft-Generatoren sowie hohem Wettbewerbsdruck gelitten. Dass letztlich Zahlungsunfähigkeit eintrat, hing offenbar mit den Schadenersatzansprüchen eines britischen Kunden zusammen.

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Im Frühjahr 2019 erhielt Hitzinger mit den Investoren Dietmar Pfeiffer, der Dörflinger-Gruppe und Teilen des Managements neue Eigentümer, die das Unternehmen in drei Jahren sanieren wollen. (apa/red)